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Sehenswertes

Marktplatz

Anziehungspunkt des Markplatzes ist der achteckige Marktbrunnen aus Sandstein von 1797. Ihn prägt eine auf alten Vorlagen basierende neu gegossene Brunnenschale mit vier wasserspeihenden Schlangenhälsen. Seine Einweihung nach umfassender Rekonstruktion feierten die Pulsnitzer im Mai 1995 mit einem zünftigen Stadtfest. Seit der vollständigen Erneuerung des Platzes 1993 zieren neue Blumenrabatten und Kugelahornbäume, dazu gemütliche Bänke den verkehrsberuhigten Bereich.

 

 

 

 

Altes Rathaus

Das Zentrum der Stadt bildet der völlig rekonstruierte denkmalgeschützte Marktplatz. Ihn prägen das alte Rathaus und dessen Renaissancegiebel, der 1555 aus der gotischen Form umgebaut wurde. Im Innern zeugen noch die alten Kreuzgewölbe von dem früheren Baustil. Heute befindet sich in diesem Gebäude die historische Gaststätte und das Hotel Ratskeller.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtkirche St. Nicolai

Die westlich des Marktplatzes gelegene evangelische Stadtkirche St. Nicolai war ursprünglich ein gotischer Bau und fand bereits 1473 erste Erwähnung.

Mehrmals fiel sie den Flammen zum Opfer. Trotz mehrfacher Umbauten behielt sie das spätgotische Schiff und dazu eine barocke Innenausstattung aus dem Jahr 1745, markant ist die noch ältere Kanzel. Später stiftete die Pulsnitzer Töpferinnung den Altar und gestaltete den Taufstein. Von der Orgel, 1779 von den Gebrüdern Pfützner in der Art der Silbermannorgel erbaut, blieb nur der Prospekt erhalten und die 1910-12 neu gebaute Orgel wurde 1988/89 und 2018 restauriert.
1995 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung der Kirche, 1998 wurden Turmspitze und Fassade erneuert. Die Kosten übernahm die Margarete Wübbens geb. von Helldorff-Stiftung, die Wolfgang Wübbens nach dem Tod seiner Ehefrau Margarete geb. von Helldorff gründete. Sie war die Tochter der letzten Patronatsherrin der Kirche. In den Folgejahren übernahm die Stiftung weitere Kosten. So ließ sie 2007 die drei neuen Glocken für den Turm der Kirche in Lauchhammer gießen. Im Rahmen eines großen Festes erfolgte am Sonntag, dem 18. März die Glockenweihe auf dem Markt. Am Tag zuvor verfolgten schon zahlreiche Schaulustige die Vorbereitungen, die Ankunft und das Abladen der Glocken auf dem Markt. Dort konnten sie dann einen Tag lang ausgiebig bewundert werden. Auch am Montag interessierte es zahlreiche Pulsnitzer, wie die Glocken an einem Kran zum Kirchturm hinauf schwebten. Den Festgottesdienst zu Ostern hielt Landesbischof Jochen Bohl, dann läuteten die Glocken erstmals wieder.
Nach diesen Umbauten und der Errichtung eines neuen Glockenstuhls aus Holz machte sich auch noch der Einbau einer neuen Holztreppe im Kirchturm 2008 erforderlich.

Mit schöner Regelmäßigkeit finden monatlich und zu besonderen Anlässen Orgelkonzerte und andere kirchenmusikalische Aufführungen statt. Dem Missionar Bartholomäus Ziegenbalg und dem Bildhauer Ernst Rietschel sind Gedenkkapellen gewidmet.

 

Der Schlosspark mit dem angrenzenden Schlossteich

Das einst als Wasserburg errichtete Schloss wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Viele Jahrhunderte war hier die Pulsnitzer Schlossherrschaft zu Hause. Nach 1945 dienten die Gebäude als Lazarett, später als Lungenheilstätte und schließlich dominierte die Rehabilitation nach Herz-Kreislaufkrankheiten. Heute erhalten die Patienten in der völlig rekonstruierten und erweiterten modernen Klinik eine neurologische und neurochirurgische Rehabilitation. Eine weitere Klinik für psychosomatische Rehabilitation entstand im ehemaligen Krankenhaus am Rande der Stadt.

Der Schlosspark lädt zu Spaziergängen oder zum Ausruhen und Verweilen ein. Wenn auch der Gehölzbestand keine exotischen Besonderheiten aufweist, ist er doch durch ein überdurchschnittlich hohes Alter bemerkenswert. Die ältesten Eichen sind Zeugnisse aus dem 16. Jahrhundert. Eine genaue Entstehungszeit des Parks kann nicht nachgewiesen werden. Es ist aber anzunehmen, dass es einen Renaissancegarten gab und beim Bau des Barockschlosses 1718 im gleichen Zeitgeschmack eine Umgestaltung vorgenommen wurde. Laubengänge aus Hainbuchen wurden um 1830 angelegt, die teilweise erhalten blieben. Im 19. Jahrhundert setzte sich die englische Gartenarchitektur durch. Der Schlossteich und dessen Uferbereich wurden einbezogen und es entstanden die Halbinsel und der gegenüber verlaufende Uferweg. Die Wiesen und Baumgruppen im hinteren Parkbereich lassen Einflüsse des Fürsten von Pückler-Muskau spüren, der berühmte Parkanlagen in der Lausitz schuf. Um 1930 wurde immergrüner Rhododendron gepflanzt, denn Schloss Pulsnitz diente der damaligen Herrschaft vornämlich als Winterresidenz. Von Sandsteinskulpturen, die in die Parkgestaltung einbezogen waren, ist nur eine Barockvase auf Postament in der Mittelachse der großen Wiese im vorderen Parkteil erhalten. Belebt wird der Park durch Plastiken der Bildhauer Hartmut Bonk, Helmut Heinze, Gerd Jaeger, Wolfgang Kuhle, Frank Maasdorf und Klaus Michael Stephan. Sie alle eint das Studium der Bildhauerei und teilweise auch die spätere Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Auf dem angrenzenden Schlossteich bieten sich in der warmen Jahreszeit Möglichkeiten zum Angeln und Gondeln.
Der Schlossteich wurde 1991 rekonstruiert und die Anlagen zum Teil neu angelegt.
Unter wertvollem alten Baumbestand lässt es sich auf dem Dammweg gut promenieren, Bänke laden zum naturbetrachtenden Verweilen ein. Ein bequemer barrierefreier Rundweg um den Schlossteich und durch den Schlosspark lädt zu jeder Jahreszeit zu einem erholsamen Spaziergang ein.

 

Älteste Pfefferküchlerei

Die erste reine Pfefferküchlerei gründete 1743 Gottfried Tobias Thomas am heutigen Julius-Kühn-Platz. Mit den Erfahrungen von seiner Wanderschaft, die ihn nach Thorn in Westpreußen (heute Polen) führte, bereicherte er durch sein erworbenes Können und die neuen Rezepte maßgeblich das hiesige Handwerk. Dieser Aufschwung verbesserte auch die Qualität der Pulsnitzer Ware, für die sie schließlich bekannt wurde. Nach mehreren Generationen war Herbert Beyer von 1931 bis 1972 der Letzte. Mit ihm endete die Tradition nach 229 Jahren in diesem Haus. Heute befindet sich an dieser Stelle das Harlekin, mit Café, Bar, Pension und gemütlichem Biergarten. Pfefferkuchen finden gleichwohl auch heute noch ihre Abnehmer – wie in anderen Gaststätten der Stadt ebenso.

An der Fassade erinnern eine Gedenktafel und Auszeichnungsmedaillen an die historische alte Pfefferküchlerei Thomas.

Postmeilensäule

Vor dem Schützenhaus steht eine Postmeilensäule aus Sandstein. Sie ist eine 2005 errichtete Kopie der Originalsäule von 1731. Ursprünglich befand sich der Standort vor dem Obertor auf dem heutigen Julius-Kühn-Platz bei der Löwen-Apotheke. Der Originalschriftblock der alten Postmeilensäule steht restauriert im Rathauseingang. Sie diente einst der Orientierung und Distanzangabe und gehört nun zum wertvollen Kulturgut.

Der sächsische Kurfürst August der Starke erteilte 1713 dem Pfarrer Adam Friedrich Zürner den Auftrag, Sachsen topografisch zu vermessen. An allen wichtigen Post- und Handelsstraßen Sachsens ließ er danach Distanzsäulen zur amtlichen Entfernungsangabe und einheitlichen Errechnung der Postgebühren errichten. Noch heute lassen sich solche Säulen in Städten von Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt finden, die einstmals zu Sachsen gehörten.

 

 

 

Perfert

Der Perfert ist die einzige noch erhaltene Anlage aus der Zeit um 1420 in unserer Gegend. Während der Hussiteneinfälle 1429 diente das Gebäude den Pulsnitzern als Zufluchtsstätte und Speicher. Heute befindet sich darin eine kleine Ausstellung von bäuerlichem Gerät. Er ist über die Bachstraße zu erreichen. Besichtigungen organisiert die Pulsnitz-Information auf Anfrage. Für Kinder geeignet.

Anmeldung in der Pulsnitz-Information
Am Markt 3, Tel 03 59 55/4 42 46
Mail: info@kultur-tourismus-pulsnitz.de


Ebenfalls auf der Bachstraße, an der Fassade des Hauses Nr. 24, ist eine steckengebliebene Kanonenkugel aus den Napoleonischen Befreiungskriegen noch heute zu sehen.

 

 

 

Blaudruckwerkstatt

Die Blaudruckwerkstatt bewahrt eine alte Tradition, die Ende des 17. Jahrhunderts in unsere Gegend gelangte. Damit gilt sie als die vermutlich älteste Blaudruckerei in Deutschland.

Seither hat sich die Art und Weise der Herstellung kaum verändert. Es wird mit der Reinigung des Stoffes (Leinen oder Baumwolle) in kochender Sodalösung begonnen. Zum Abdecken der Muster verwendet man eine breiige, gelbgrüne Masse, von den Druckern Papp genannt. Dieser Papp muss fest auf dem Stoff haften. Das Geheimnis liegt in der Rezeptur der Zusammensetzung, die man streng geheim hielt.

Der Schatz einer jeden Blaudruckerei sind die Druckstöcke, auch Model genannt. Die Muster eines Druckstockes sind erhaben aus Birnbaumholz herausgeschnitten, oder sie entstehen durch eingearbeitete Messingstreifen und Stifte. Diese Model stellte ein in Pulsnitz ansässiger Formenstecher her. Nach dem Färben mit Indigofarbe wird der Stoff in verdünnter Schwefelsäure gespült und zum Trocknen aufgehangen. Nun erscheinen die Dekors strahlend weiß auf blauem Grund.

Diese Stoffe werden sowohl als Meterware für Folklorebekleidung als auch konfektioniert in Form von Schürzen, Gardinen, Vorhängen, Kissenbezügen, Tischdecken und Läufern gern gekauft. Das kleine Lädchen bietet auch originelle Accessoires, ein spezielles Oster- und Weihnachtssortiment sowie individuelle Anfertigungen an. Designer haben das Material längst für sich entdeckt und kreieren daraus moderne Garderobe.

Die Inhaberin lädt zu Führungen ein und die Besucher können sich an bestimmten Angebotstagen selbst ihre Blaudruckdeckchen mit Original-Modeln gestalten.

Seit 2018 darf sich das Handwerk mit dem Titel als UNESCO-Weltkulturerbe schmücken.

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Töpferei Jürgel

Eines der bedeutendsten alten Gewerbe in unserer Stadt ist die Töpferei. Eine alte Chronik berichtet, dass schon im 17. Jahrhundert dieses Handwerk in Pulsnitz ausgeübt wurde. Zur Blüte gelangte es, nachdem am 12. August 1745 die damalige Schlossherrschaft zu Pulsnitz den Töpfern die Innungsgründung gestattete.Zahlreiche Tonvorkommen um Pulsnitz waren sicher ein Grund zum Entstehen dieses Gewerbes.

Ein Meisterstück der Töpferkunst ist zweifellos der Altar in der Pulsnitzer Nicolaikirche, welcher von der Innung gestiftet wurde. Während um 1900 noch 15 Töpfereien mit 70 Scheibentöpfergehilfen in Pulsnitz existierten, gibt es heute in unserem Städtchen nur noch eine einzige Töpferei. Die Töpferei Jürgel auf dem Julius-Kühn-Platz ist die wohl älteste noch produzierende Töpferei in Deutschland. Michael Jürgel betreibt sie in der sechsten Generation. Im noch existierenden alten Brennhaus mit einem Kasseler Langofen aus dem 16. Jahrhundert kann man noch heute die Brenntechnik alter Zeiten nachvollziehen.

Beim Besuch der Bunzlauer Werkstätten brachten Familienangehörige die Schwämmeltechnik um 1908 nach Pulsnitz und in die Oberlausitz. In der Pulsnitzer Werkstatt wurden die Bunzlauer Grundfarben blau, dunkelgrün und hellbraun auf gelb, hellgrün, türkis und dunkelbraun erweitert, so dass die Keramik durch ihre bunten und leuchtenden Dekore geprägt wird. Die Werkstatt von Michael Jürgel ist ein Familienbetrieb und fast alle Keramikstücke werden noch auf der traditionellen Fußtöpferscheibe gedreht und anschließend mit viel Liebe und Können mit dem volldeckendem Schwammdekor bemalt.

Die einst städtische Töpferei „Oberlausitzer Volkskunstkeramik“ auf der Gartenstraße 5 übernahm 1993 Töpfermeister Edgar Lehmann, der aus einer traditionsreichen Töpferei in Neukirch (Oberlausitz) stammt. Somit wurde auch die typische Oberlausitzer Bemalung in Form der Gießbüchsenmalerei weiter gepflegt. Traditionelle Motive wie die Hochzeitsvögel sowie die Formen und Farben blau und braun blieben bewahrt. 1999 ging das Unternehmen in die Töpferei Karl Louis Lehmann GmbH über. Der dazugehörige Laden in Neukirch bietet ein breites Töpferwarensortiment verschiedener Werkstätten an und lässt auch einen Blick beim Malen zu. 

In der Töpferei auf der Gartenstraße nutzte auch Peter Petersdorff einige Räume. Ehe er sich 2005 hier niederließ besuchte er 60 Töpfereien auf fünf Kontinenten und brachte von dort neue Ideen aber auch althergebrachte Methoden mit, die er in seine Arbeiten einfließen lässt. Seit 2006 ist die Töpferei an diesem Standort gänzlich erloschen. Jetzt befindet sich dort ein Werbestudio.

Während der 70er und 80er Jahre entstanden Plastiken aus Beton von Harry Schulze, dem ehemaligen Leiter der Oberlausitzer Volkskunstkeramik, wie die Mädchengruppe als Marktbrunnenfigur und die zwei Turnerinnen, die beide heute vor dem Stadtmuseum stehen. Von dem verstorbenen Pulsnitzer Künstler Werner Schmidt blieb ein Wandrelief im Ratskeller erhalten. Zahlreiche Wandteller und eingelassene Reliefs an der Fassade sowie im Garten stehende Plastiken wie die Blumenfrau und der Taubenbrunnen weisen auf sein ehemaliges Wohnhaus auf der Bachstraße 14 hin.

Eine kleine Keramikwerkstatt befindet sich seit 2013 noch im ältesten Stadtteil von Pulsnitz, auf dem Polzenberg 2 mit kleinem Sortiment. Im Bibelland im Ortsteil Oberlichtenau gibt es in einer ehemaligen Gärtnerei eine kleine Töpferei, die Töpferkurse anbietet und Hobby-Töpfern zur Verfügung steht.

Geburtshaus Ernst Rietschels

Ernst Rietschel, am 15. Dezember 1804 in Pulsnitz geboren, war einer der bedeutendsten Bildhauer des 19. Jahrhunderts und Begründer der Dresdner Bildhauerschule.

Seine bekanntesten Werke sind das Lutherdenkmal in Worms, die Lessingstatue in Braunschweig und das Doppelbildnis von Goethe und Schiller in Weimar. Sein Geburtshaus steht in Pulsnitz und wird seit dem Jahr 2000 als Galerie vom Ernst-Rietschel-Kulturring e. V. genutzt. Zirka sechs Ausstellungen der Bildenden Kunst zeigt der Verein jährlich. Neben der Galerie beherbergt das Geburtshaus die Walter-Nessler-Stiftung mit mehr als tausend Kunstwerken. Walter Nessler emigrierte 1937 von Dresden nach London, wo er 2001 verstarb. Seine Werke zeugen neben ihrer künstlerischen Qualität von der Geschichte der Emigration deutscher Künstler im 20. Jahrhundert. Nach Anmeldung können die Werke besichtigt werden, ein Jahresprogramm kann über die Galerie bestellt oder im Internet abgerufen werden.

Am Geburtshaus Ernst Rietschels erinnert eine Gedenktafel mit den Lebensdaten an den Bildhauer. Eine Sandsteintafel über dem Hauseingang ist von Ernst Rietschels Hand. Sie trägt die Inschrift:
"Unsere Hülfe steht im Namen des Herrn".

Galerie im Geburtshaus Ernst Rietschel
Träger: Ernst-Rietschel-Kulturring e.V.
Rietschelstraße 16
01896 Pulsnitz
Tel. 03 59 55/4 23 18

www.ernst-rietschel.com
www.nessler-stiftung.de

 

Ostsächsische Kunsthalle

Nur eine Minute vom Marktplatz in Pulsnitz entfernt befindet sich die Ostsächsische Kunsthalle.

Privater Träger ist der 1991 gegründete Ernst-Rietschel-Kulturring e.V., ein Kunstverein der ebenfalls Träger der Galerie im Geburtshaus Ernst Rietschels in der Rietschelstr. 16 ist. Mit seinen über 100 Mitgliedern deutschlandweit erfüllt er als bedeutende Kunst- und Kulturinstitution überregional wichtige Aufgaben. Mehr als 200 Ausstellungen organisierte der Verein an unterschiedlichsten Ausstellungsorten. Die bedeutendste Ausstellung war 2010 die Gerhard Richter-Präsentation „Übersicht“. Über 100 Kataloge und Schriften zur Bildenden Kunst gab der Kulturring begleitend zu den Ausstellungen heraus. Der Ernst-Rietschel-Kulturring e.V. ist u. a. Mitglied im Arbeitskreis Deutscher Kunstvereine und in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Bildhauermuseen.

Großzügige Stiftungen, private Spenden und Vermächtnisse von Kunstfreunden und Künstlern bilden den Grundstock einer immer umfangreicher werdenden Sammlung. Förderungen des Kulturraumes Oberlausitz Niederschlesien und der Stadt Pulsnitz bilden die Grundlage für die Ausstellungstätigkeit des Ernst-Rietschel-Kulturringes e.V.

Kontaktdaten
Ernst Rietschel Kulturring e.V.
Sabine Schubert
Rietschelstraße 16
01896 Pulsnitz
Tel. 03 59 55/4 23 18

Historische Sternwarte und Puppentheater

Im Jahre 1934 gründete der Kaufmann und Astronom Johannes Classen ein privates Forschungsinstitut, die Sternwarte Pulsnitz. Mit einem 4,7 m langen Linsenfernrohr, einem Merzschen Refraktor (Objektivöffnung 270 mm, Brennweite 3820 mm) beobachtete und fotografierte er den Sternenhimmel. Er legte eine Meteoritensammlung an und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Forschung in der Fachpresse und wissenschaftlichen Publikationen. Die heute museale Einrichtung gibt einen Einblick in die Arbeitsweise einer Sternwarte vor 80 Jahren und steht Besuchern auf Anfrage hin offen.


In einer einstündigen Veranstaltung „Madame Rosas heitere Ansichten zur Astronomie“ plaudert die Komödiantin Uta Davids über Fernrohre, Sterne und Steine, die vom Himmel fallen. Das bietet abwechslungsreiche, charmante Unterhaltung mit wissenschafts-historischem Hintergrund.

 

Puppentheater
Das Puppentheater befindet sich neben der Sternwarte. Im Winterhalbjahr stehen Handpuppenspiele für die kleinsten Zuschauer auf dem Spielplan. Märchen, Sagen und Geschichten bilden den Mittelpunkt der Inszenierungen für Familien- und Kinderpublikum. Gespielt wird mit Gliederpuppen, Maskenfiguren und Marionetten. Unter den Händen der Puppenspielerin erwachen sie zum Leben. Für Erwachsene sind spezielle Madame-Rosa-Programme im Repertoire. Der Zuschauerraum ist fantasiereich ausgemalt und dekoriert. Ein alter Ofen und Räucherwerk schafft zudem eine wohlige Atmosphäre.


Madame Rosa, eine historische Figur und Pulsnitzerin von 1900 begleitet Stadtrundgänge mit ihren „Geschichten aus dem Etui“. Sie tritt im Kostüm der Jahrhundertwende langer Rock, Hut, Schirm und Handtasche vor ihr Publikum und führt zu den wichtigen Plätzen der Stadt.


Aktuelle Termine und weitere Informationen unter www.madame-rosa.de.

Historische Sternwarte Pulsnitz
Madame Rosa - Puppentheater
Großröhrsdorfer Str. 27
01896 Pulsnitz
utdmail@web.de
Telefon: 035955 / 73410